Zunftball 2016

Bericht Südkurier vom 10.02.2016

Durbestecher zeigen bei Ball Moor-Geschichte

„Fünfzig Jahre, das ist der Hammer – wir plündern unsere Kleiderkammer“, lautete das Motto des diesjährigen Zunftballs der Durbestecher im Sauldorfer Bürgerhaus, bei dem die Musiker des Trios „Euro-Swing“ die Besucher mit unterhielten. Sie hatten zuvor drei Tage lang ihren fünfzigsten Geburtstag mit einem gigantischen Fest im Dorf gefeiert und so konnte man an diesem Abend eine ausgesprochen bunte Narrenschar bewundern, denn es war angesichts des Jubiläums für alle anwesenden Narren ein Leichtes gewesen, sich mit irgend einem Kostüm aus den letzten fünfzig Jahren zu verkleiden.

In seiner Begrüßung bedankte sich der Präsident des Narrenvereins, Tobias Heckler, bei den Einwohnern Sauldorfs und bei seinen Durbestechern für die Unterstützung und für die geleistete Arbeit. „Ihr habt unser Sauldorf in eine wundervolle Narrenhochburg verwandelt“, rief er dankbar den anwesenden Narren im Saale zu.

Erstmalig eröffnete an dem Abend die Brauchtumsgruppe des Narrenvereins dann mit ihrem Brauchtumstanz, unter der Leitung von Marina Hensler und Sandra Höre, das närrische Programm, durch welches gekonnt die Oma Hilde (alias Verena Schober) zusammen mit ihrem Enkelchen Rosa (Sandra Höre) führten.

Dann wurde es ein wenig Kölsch im Programm des Durbestecher-Balls, als das Funkenmariechen alias Leonhard Stadler in die Bütt stieg und unverhohlen den altkatholischen Pfarrer, Robert Geßmann, zu seinem Vater erklärte und danach so manches Geschehen im Dorf auf die Schippe nahm.

Die altkatholische Gemeinde führte ein Ehepaar vor, welches in „Siggi`s Landhotel“ genächtigt hatte und dafür zu ihrer großen Überraschung dreihundert Euro zu bezahlen hatte. Der Wirt (Pfarrer Robert Geßmann) klärte das Ehepaar dann darüber auf, dass in diesem Preis so manches angeboten worden sei, was sie alles hätten wahrnehmen können. Schließlich zahlte der Ehemann einhundert Euro unter dem Hinweis, der Wirt habe ja mit seiner Ehefrau geschlafen, was dieser heftig verneinte, worauf die Ehefrau schmunzelte: „Sie hätten es aber wahrnehmen können.“

Ein quirliger, für Zuschauer in den ersten Reihen teilweise auch unangenehm nasser, aber streifenfreier Fensterputztanz der Showtanzgruppe Hop-a-Holix begeisterte dann das Publikum derart, dass eine Zugabe der Showtänzer fällig war.

Durbefrau Paula (alias Franz Faschian) erzählte dann lustiges und denkwürdiges aus ihrem Leben mit ihrem Hans-Peter und die Swamp-Hoppers vom Showtanzverein Sauldorf führten unter der Leitung von Daniel Faschian einen beeindruckenden, zum Teil akrobatischen Tanz mit dem Thema „Zwischen Wahn und Wirklichkeit“ auf.

Der Elferrat verursachte dann im Saal mit seinem Auftritt so manche Lachträne, als das eine oder andere Missgeschick an der Pinkelrinne auf der Herrentoilette wortlos angedeutet wurde. Und die Nagelfeilen unter der Leitung von Volker Nagel besangen noch einmal die letzten fünfzig Jahre des Narrenvereins mit all seinen Präsidenten und schließlich beendeten die Durbefrauen mit einem bengalischen Ballett das kurzweilige Programm.

Text & Bild: Winfried Klein

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