Zunftball 2006

Bericht Südkurier vom 28.02.2006

Märchenhafte Atmosphäre verzaubert alle

Es war einmal.”: So begann das dreistündige Mammutprogramm des Zunftballs der Durbestecher, das quer durch Sauldorfs Märchenwelt führte. Allerlei junge Zwerge aus Rast und Sauldorf mit ihren hübschen Schneewittchen sorgten mit ihren verschmitzen Tänzen für märchenhafte Atmosphäre im vollbesetzten Gemeindesaal. Dass die nordic-walkenden Frauen inzwischen Stockenten genannt werden, behaupteten die Putzweiber (Heike Waldvogel, Karola Kneißler) des Sauldorfer Märchengartens. Aschenputtel, ob hässlich oder hübsch, jedenfalls waren sich die beiden hässlichen Schwestern beim Aschenputtel-Wechselspiel der Durbestecherfrauen einig, dass sie so richtig eifersüchtig sein können.

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Wie schwer es doch ist, aus einem Frosch einen Prinzen zu machen, zeigten die Froschkönige der Durbestechermänner beim Zunftball im Gemeindesaal. | Bild: Hermann

Die Politik streifte das Rumpelstilzchen (Karl Springindschmitten) in seiner Bütt. Auch die Sauldorfer Landjugend sorgte mit ihrem Sketch, der von drei Mönchen mit ihren Bauwerken handelte, für lustige Abwechslung. “Konkret krass und echt cool, Mann”, erschienen Hänsel und Gretel sogar aus der Türkei.

Für Schwung sorgten die professionellen Swamp-Hoppers unter der Leitung von Bettina Wiedenbach. Die Jazztanzgruppe des Narrenvereins Durbestecher präsentierte dem närrischen Publikum ihren Tanz, mit dem sie vergangenes Jahr beim Show-Dance-Cup in Ravensburg teilgenommen hatte.

Wie schwer es doch ist, aus einem Frosch einen Prinzen zu machen, zeigten die vielen Froschkönige der Durbestechermänner. Die böhmische Frau Hablischek (Volker Nagel) empfiehlt ihrer guten Freundin (Daniel Höre) im Sketch, dass sie mit ihren Hämorriden doch am besten nach Ägypten reisen soll. Dort gäbe es “Arschäologen”, die für dieses Problem bestens geeignet seien. Dass der arme Ehemann (Emil Hagen) das Rezept einer neuen Frau vom Arzt (Oliver Hagen) verschrieben bekam, ließ die kratzbürtige Ehefrau glatt in Ohnmacht fallen. Einen nicht enden wollender Applaus und eine tobende Halle durfte die Sauldorfer gute Fee (Leonhard Stadler) für die gekonnte Büttenrede genießen. “Fernsehreif”, lautete das Urteil einiger Narren im Sauldorfer Gemeindesaal.

Gekonnt und abwechslungsreich, mit Witz und Reim, führten Hänsel (Silke Abreder) und Gretel (Ewald Hermann) mit ihrem überdimensionalen Märchenbuch durchs Programm. “Wir waren hier tausendmal im Saale, die Zeit mit euch war wunderschön, doch ist es heut das letzte Male, drum müssen wir jetzt gehen”. So klang das Abschiedslied der Sänger im Märchengarten (Renate Hermann, Volker Nagel, Leonhard Stadler, Franz Faschian, Karl Springindschmitten). Alle fünf, der Froschkönig wie auch das Geißlein, erzählten viele Märchen, die im vergangenen Jahr in Sauldorf geschehen waren. Mit dem Abschlusslied verabschiedeten sich die Durbestecher auf der ehrwürdigen Bühne im Gemeindesaal, denn nächstes Jahr wird in der neuen Gemeindehalle gefeiert.

Sogar an 40 Jahre Durbestecher wurde im Lied erinnert. Diesen runden Geburtstag will der Sauldorfer Narrenverein kommendes Jahr in den neuen vier Wänden des Gemeindesaals feiern.

Nach dem dreieinhalbstündigen, bunten und abwechslungsreichen Märchenprogramm sorgte die Band Kehlbach-Express bis in die Morgenstunden für Stimmung. Fazit: Ein toller Abend.

Text & Bild: Renate Hermann

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