Zunftball 2005

Bericht Südkurier vom 09.02.2005

Gigantissimo

Sauldorf – Ein über dreistündiges Programm “Bella Italia” der Sauldorfer Durbestecher begeisterte im voll besetzten Gemeindesaal. Mit der Brauchtumsaufführung, die sich die Bevölkerung seit langem mal wieder im eigenen Dorf gewünscht hatte, eröffneten die Durbestecher den Zunftball am Fasnetsonntag. “Buonasera” und “Narri Narro” begrüßte Präsident Ewald Hermann.

Die Farben grün, weiß und rot zogen sich durch das ganze Programm der Sauldorfer Durbestecher. So beklagte sich Heike Waldvogel als Putzfrau über das teure Leben in Italien. Sie möchte doch lieber im Sauldorfer “Adler” die Gästezimmer putzen. Auch Brigitte Abreder als Touristin fühlt sich im heißen Italien mehr als unwohl, denn ihr geliebter Erich ist längst “durchgebrannt”. Die Liliputaner der Männerturnergruppe sorgten für kräftigen Applaus, nachdem die Spagetti leider im Hemdkragen verschwanden statt im Mund.

Natürlich ging’s auf der Bühne auch richtig schwungvoll zu. Die Swamp-Hoppers und auch die “Biertrinker” unter der Leitung von Bettina Wiedenbach sorgte für Stimmung und Rhythmik. Auch die Ramazotti-Gruppe der Bude Hardt unter der Leitung von Marion Schellinger sorgten für Begeisterung auf ihren Surfbrettern.

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Gestern fand am Fasnetsdienstag in Sauldorf der Kinderball der Durbestecher Sauldorf statt. Es war ein Abschluss für die Dorffasnet, wie er bunter und schöner nicht sein konnte. Mit Witz und Elan führten Silke Abreder und Marina Hensler durch das Programm. Vom Kindertanz der Kleinsten bis zum Auftritt der Swamp-Hoppers erbebte der Gemeindesaal. Rhr/Bild: B. Hermann

 

Dass Student Christoph Hipp sein Examen nicht schaffen kann bei Professor Jan Schellinger war bald klar. Ein Sketsch, den die Landjugend Sauldorf wieder mit Bravour gemeistert hat. Schade, dass Tobias Heckler als falscher Friseur dem Sauldorfer Narrenpolizei Oliver Hagen im Sketsch die Haare nicht doch noch mehr geschnitten hat. Natürlich haben die Durbestecher Kosten und Mühe nicht gescheut, so die Ansage von Reiseleiterin Silke Abreder, die gemeinsam mit Präsident Ewald Hermann durchs Programm führte. Live auf der Bühne konnten die vielen Narren im Saal “Rondo Veneziano” mit ihrem Dirigenten Leonhard Stadler erleben. Ein Bild, wie es auf der Sauldorfer Bühne hätte nicht schöner sein können. Vor der von Franz Faschian selbst bemalten Bühnenkulisse eines italienischen Fischerdörfchens saßen die breitgereiften venezianischen Musikerinnen und gaben mit Gießkanne, einem überdimensionalem Kontrabass und einer Querflöte ein edles Konzert. Pech nur, dass Regina Brier von der obersten Stufe der Tonleiter runterfallen ist oder Andrea Brutscher mit Angelika Stadler die “A…geige” spielt.

Auch kamen die “Vier Tenöre” auf ihrer Tournee noch in Sauldorf vorbei und gaben mit Mimik und vollem Körpereinsatz ihr bestes. Die Narren im Saal tobten und lachten nur noch Tränen, als die vier Tenöre Franz Faschian, Christoph Hensler, Volker Nagel und Norbert Hensler so lange “inbrünstig” sangen, bis sie sich aus der Skifassung lösten. “Da kommt Paolo mit dem Pizza-Blitze”, so bildeten die fünf Pizzabäcker den Abschluss des gigantischen närrischen Programms in Sauldorf. So mancher Sauldorfer wurde beim abschließenden Dorfgeschehen noch mal so richtig auf die Backschaufel genommen. Der vierköpfige Kehlbach-Express spielte anschließend zum Tanz auf.

Text & Bild: Renate Hermann

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