Vorbericht Walterefest 2017

Südkurier, 01.06.2017

In Brutschers Schuppen fing alles an

Das Waltere Fest feiert im August seinen 40. Geburtstag auf der Festwiese bei der Familie Brutscher. Zum runden Geburtstag gibt es auch am Samstagabend Programm: Hillu’s Herzdropfa treten auf der Festwiese auf.

Sauldorf – Es ist ein sonniger Tag unter den Bäumen im Garten von Rosa und Karl Brutscher. Die Bühne und auch der Ausschank für das Walterefest stehen dort das ganze Jahr über und Karl Brutscher mäht noch immer die Wiese unter den Bäumen, um sie für das Fest herzurichten. Eine kleine Gruppe von Narrenräten der Durbestecher hatte die Idee zu dem Fest und ein Jahr später fand es dann erneut statt, dieses Mal für die Öffentlichkeit, erinnern sie sich zurück.

Im August nun feiert das Waltere Fest seinen 40. Geburtstag, sagt Tobias Heckler, Präsident des Narrenvereins Durbestecher, der das Fest veranstaltet. Und zu diesem Anlass werde aus dem zweitägigen- in diesem Sommer ein dreitägiges Programm. “Am Samstagabend treten Hillu’s Herzdropfa” bei uns auf.” Erst vor wenigen Wochen im ausverkauften Sauldorfer Bürgerhaus auf der Bühne, kehrten die Herzdropfa so nochmals zurück in den südlichsten Zipfel des Landkreises. Tags darauf, werde am Sonntag ab 11 Uhr die Musikkapelle Sauldorf auftreten und ab 15.30 Uhr die Tanzband Buggy. Auch der Feierabendhock ab 17 Uhr mit Reinhold Hospach sei am Montag, 14. August, dann schon wieder fest eingeplant und werde auch die 40. Auflage des Fests beenden. Karl Brutscher erinnert sich mit einem Augenzwinkern, dass der Hock manchmal mehr besucht gewesen sei als der Festsonntag und und da weniger auf Uhr geschaut wurde, wann es Zeit ist, nach Hause zu gehen. Und auch der Kunsthandwerkermarkt mit Ausstellern aus der Region sei in diesem Jahr wieder mit dabei.

“Man hätte nie geglaubt, dass sich das so entwickelt. Das freut mich sehr”, sagt Rosa Brutscher im Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte. Und nicht ohne Stolz erinnert sie sich daran, dass Ortsfremde, die bei der Polizei nachfragten, wo denn etwas los sei in der Gegend, von den Beamten auf die Festwiese geschickt wurden. Denn in all den Jahren habe es nie einen Streit bei dem Fest gegeben oder gar Handgreiflichkeiten, sondern sei immer alles ruhig verlaufen und das, stimmt das Ehepaar überein, sei viel wert.

Im Sommer werden sich die Brutschers, auch was die Organisation angeht, zurücklehnen können. “Wir schauen nur zu und geben Infos, wenn etwas gefragt wird”, sagen sie. Die Verantwortung wurde an den Sohn Werner Brutscher weitergegeben, der sich auch unterm Jahr zusammen mit Tobias Heckler darum kümmert, dass die für das Fest nötige Infrastruktur intakt bleibt. Das war früher ganz anders. “Wenn er nicht da war, dann war es gut”, erinnert sich Heckler mit einem Lächeln daran, dass Karl Brutscher in früheren Tagen viel mit dem Mähdrescher unterwegs war und sein Fernbleiben vom Fest so Garant für bestes Festwetter war. Und dort gab es immer viel zu tun. Die Dünnele, für die das Fest bekannt ist, wurden so zuerst noch im Haus der Brutschers gemacht. “Im Haus haben die Frauen die Zwiebeln gedämpft und die Männer haben draußen die Kartoffeln geschält”, erinnert sich Rosa Brutscher an die Anfänge des Fests zurück. Dann gab es eine Zeit, in der die Dünnele vorgebacken und für den Festtermin eingefroren wurden. “Aber das war nicht so der Hit”, sagt Heckler und so sei es dann dazu gekommen, dass die Dünnele-Backstube in das eigens dafür errichtete Zelt integriert wurde, das sich mittlerweile zu einem Wahrzeichen des Fests etabliert hat.

Aufgegeben werden musste indes die Wasserrutsche für die Kinder, die über eine Zeit angeboten war. Ein Plastikplane an einem Hang, die mit Wasser gleitfähig gemacht wurde. Ein riesen Spaß, stimmen die Brutscher und Heckler überein, sei das immer für die Kinder gewesen. Doch irgendwann sei man auch versicherungstechnischen Gründen davon abgekommen, diesen Sommer-Hit aufzubauen. Ein riesen Sandkasten und das Kinderschminken gebe es aber nach wie vor für die jungen Festbesucher.

Das Fest, das traditionell am zweiten August-Wochenende stattfindet, habe sich zu einem Begriff, weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus, entwickelt, stellt Heckler fest. “Und das trotz Urlaubszeit.” Rosa Brutscher vergisst dabei auch nicht, ihren Nachbarn zu danken, die das hohe Gras an den Wegen mähten, damit die vielen Besucher mit ihren Autos einen Platz zum Parken finden können. “Es ist ein sehr hohes Gut, dass wir auf einem Privatgelände so ein Fest machen können”, attestiert Heckler dem Ehepaar Brutscher.

 

Vorverkauf

Der Vorverkauf für den Abend mit Hillu’s Herzdropfa am Samstag, 12. August, ab 19 Uhr mit ihrem Programm “Von dr Alb ra” beginnt um 19 Uhr auf der Walterewiese in Sauldorf-Roth. Der Vorverkauf startet am Dienstag, 27. Juni, bei allen Filialen der Volksbank Meßkirch. Tobias Heckeler, Präsident des Narrenvereins Durbestecher, betont, dass die Karten auch bei schlechtem Wetter nicht verfallen würden. Denn der Narrenverein hat vorgesorgt: Für den Fall, dass der Auftritt aus Witterungsgründen abgesagt werden müsste, stehe so schon ein Ausweichtermin am Samstag, 26. August, im Bürgerhaus in Sauldorf fest. (mos)

 

Bilder & Text: Gregor Moser | Südkurier, 01.06.2017

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