41jähriges Vereinsjubiläum 2007

Bericht Südkurier vom 06.02.2007

Durbestecher feiern Geburtstag

Sauldorf (jgr) Mit befreundeten Zünften aus der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee feierten die Durbestecher Sauldorf ihren 41. Geburtstag. Auch eine Abordnung des Präsidiums war nach Sauldorf gekommen, um Präsident Ewald Hermann zum Fest zu gratulieren.

Der größte Teil der Veranstaltung gehörte den Brauchtumsvorführungen der Vereine. Hexen, Geister und geheime Wesen aus Feld und Flur bevölkerten die Bühne. Handwerksburschen, Männer und Frauen zeigten ihr Tagewerk und junge Mädchen und auch Buben präsentierten ihre Tanzkünste.

Das alles fand in zigarettenrauchfreier Atmosphäre statt., Dennoch war die Luft im Bürgerhaus schon bald Rauch geschwängert: Mit künstlichen Nebelschwaden und Feuerwerk wurde düstere Stimmung erzeugt und für den richtigen Knalleffekt gesorgt. Begeisternde Musikgruppen heizten die Stimmung weiter an. Zwischen all dem bunten Treiben sorgte Tanzmusik für kurze Ruhepause.

Den Auftakt machten die Durbestecher. Sie zeigten die Geister und Vögel des Moors und den Alltag beim Torfstechen. Während die Männer bei der Arbeit schwitzten, kümmerten sich die Frauen ums leibliche Wohl und sorgten für Entspannung bei einem kleinen Tänzchen.

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Die Durbestecher Sauldorf feierten ihren 41. Geburtstag mit vielen Gästen und einem Brauchtumsabend. | Bild: jgr

 

Als nächste Gruppe zog eine Abordnung der Meßkircher Katzen und der Fanfarenzug Meßkirch auf die Bühne. Nachdem die Fanfaren machtvoll ihre Lieder geschmettert hatten, zeigten die hübschen Katzen schnurrend ihre samtige Vorführung.

Der “Getti” der Durbestecher, die Narrenzunft Schlehenbeißer aus Liptingen, hatte nicht nur ihre jungen “Schlehenblüten” dabei, die einen Gardetanz zeigten, sondern auch die Schlehengeister. Sie wurden stimmungsvoll herbei gerufen und holten sich dann auch gleich Opfer aus dem Publikum, um ihnen eine Kostprobe ihres hoch gelobten Schlehenschnaps’ einzuflößen.

Die “7 Zwerge” stürmten als Abordnung der Clowns und Römer aus Büßingen die Bühne. Sie übten konzentriert den synchronen Gummistifel-Stech- und Ausschwenk-Schritt, wobei sie sich höchstens vom lieblichen Schneewittchen aus dem Konzept bringen ließen.

Bis in die Zuschauerreihen flogen die Holzsplitter, die die Holzhauer aus Denkingen auf der Bühne mit ihren Äxten und Sägen produzierten. Eingeleitet von Waldgeistern und Zapfemale zeigten die Burschen den abwechslungsreichen Arbeitsalltag der Waldhauer.

Nachdem Späne und Holz wieder sauber entsorgt waren, war die Bühne frei für die Binkerzunft aus Boll. Fanfarenklänge wurden bejubelt und die Gardegruppe hatte einen großen Auftritt. Ihre zweite Darbietung, spritzig nach Grease-Melodien getanzt, zog eine Zugabe nach sich.

Ein wahres Kontrastprogramm zum emsigen Bienenvolk aus Boll bot gleich danach die Zimmerer Teufelsbrut: Eben noch rosa Petticoats, nun rot-schwarze, düstere Gesellen, die zusammen mit jungen Mädchen einen Tanz vorführten. Nach den Teufeln kamen die Hexen der Seifensiederzumft aus Markelfingen. Sie zeigten ihr Ritual, in dem ein junges Mädchen ganz schnell in eine stilechte Hexe verwandelt wird.

Als vorletzter Beitrag kam ein Teil des “Narrensamens” aus Sauldorf auf die Bühne, die Swamp-Hoppers. Den Abschluss unter die Geburtstagsvorführungen setzte die Guggenmusik “Pille Palle” von den Kuhsattlern Hohenfels, dem “Patenkind” der Durbestecher. Die Musiker heizten die Stimmung nochmals so richtig auf, so dass viele Gäste auf den Tischen standen und sich von der Musik mitreißen ließen.

Text & Bild: jgr

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